Atommüllendlager

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Ein Atommüllendlager dient zur sicheren Aufbewahrung radioaktiver Abfälle für mehrere Jahrtausende.

[Bearbeiten] Einleitung

Da sämtliche aktuellen Versuche, ein Atommüllendlager zu errichten, an der sphärischen Struktur der Erdoberfläche - es gibt kein Randgebiet "hinter" dem niemand mehr wohnt - und am Widerstand von Personen, die den Atommüll durch Sabotage der Transporte gezielt verstreuen wollen, gescheitert sind, kann in diesem Übersichtsartikel nur die Grundkonzeption dieses bis heute abstrakten Konzeptes diskutiert werden.

[Bearbeiten] Lage

Ein Endlager sollte nicht in bewohntem Gebiet liegen. Um die Jahrtausende zu überdauern, sollte es zudem in einer erosionsarmen, d.h. insbesondere trockenen Klimazone errichtet werden. Als Standort böte sich also vorzugsweise eine Wüste an. Da Überlandtransporte generell ein Problem darstellen und nur auf Land eine Gefahr durch Sitzblockaden droht, wäre ein Anschluss an eine Schifffahrtsstraße wünschenswert. Der ideale Ort wäre somit in der Nähe eines Flusses der durch eine Wüste verläuft.

[Bearbeiten] Äußerer Aufbau

Unter dem Aspekt einer minimalen Oberfläche würde man eine Kugelform vorziehen. Die Anlage würde also nach einiger Verwitterung nach außen hin wie ein halbrunder Hügel wirken. Da diese Strukturen in der Natur häufig sind, würde dies dazu führen, dass spätere Generationen das Objekt nicht mehr als künstlich einschätzen und so die Gefahr nicht erkennen. Es sollte also mehrere völlig gerade Flächen geben, die steil genug verlaufen, um diese Eigenschaft auch bei Verwitterung weitgehend beizubehalten. Will man die Oberfläche weiterhin gering halten, so erscheint eine pyramidale Nurdachkonstruktion als günstigste Lösung. Das Gebäude sollte durch einen unterirdischen Gang direkt mit dem Ufer des o.g. Flusses verbunden sein um ein einfaches Entladen der Transportschiffe zu erlauben.

Der Bau sebst sollte aus Stahlbeton oder massiven Steinen bestehen, um die Widerstandsfähigkeit des Gebäudes zu maximieren. Da ein batteriegespeister Korrosionsschutz für die Stahlkonstruktion, sowie die notwendigen Wartungen nicht auf Jahrtausende gesichert werden können, erscheint eine reine Steinkonstruktion günstiger, zumal das Bauwerk keinerlei Zugbelastung ausgesetzt wird.

[Bearbeiten] Innerer Aufbau

Es ist davon auszugehen, dass nach dem Vergessen der eigentlichen Funktion spätere Generationen das Gebäude untersuchen werden. Hier müssen wir - unter der möglichen Annahme des Untergangs unserer Zivilisation- zwei Fälle unterscheiden: Eine Untersuchung durch prä-atomare Völker und eine solche durch ein Volk, dem die Geheimnisse des Atoms bereits (wieder) bekannt sind.

Prä-Atomare Besucher sollten durch geeignete Maßnahmen von der Untersuchung abgeschreckt bzw. vor dieser gewarnt werden. Hierzu sollte das Innere als Labyrinth gestaltet werden, so dass erste oberflächliche Expeditionen nicht zum Lager vordringen können. Zudem sind diese frühen Kulturen meist abergläubig veranlagt, so dass mit einer geeigneten einfachen Symbolsprache auf einen "bösen Fluch" oder ähnliches hingewiesen werden sollte, um einfache Gemüter abzuschrecken.

Der Zugang zur nächsten Ebene sollte durch ausreichend schwere Tore/Platten o.ä. gesichert werden, so dass diese nur von fortschrittlicheren Zivilisationen erreicht werden kann.

Post-Atomare Besucher sollen durch ausführliches Informationsmaterial sowie Exponate auf die Gefahr hingewiesen werden. Hierzu bietet es sich an, konservierte Strahlungsopfer auszustellen. Dabei muss insbesondere die Wirkung der Strahlung auf die inneren Organe dokumentiert werden, diese sind also in getrennten Gefäßen aufzubewahren. Des weiteren soll auf geeignete Schutzkleidung wie metallbeschichtete Anzüge, Atemmasken etc. hingewiesen werden. Ggf. sollten diese künstlerisch ausgestaltet und als Teil einer allegorischen Erzählung präsentiert werden, da nicht davon auszugehen ist, dass heute gängige Warnsymbole dann noch verstanden werden. So ist z.B. die Interpretation der Farbe "Rot" im Westen und in asiatischen Ländern vollkommen unterschiedlich. Lediglich Grundkonstanten der irdischen Existenz wie die Sonne als Symbol der Strahlung etc. können hier Verwendung finden.


[Bearbeiten] Fazit

Die Konstruktion eines Endlagers ist somit -selbst unter Vernachlässigung der heute oft diskutierten Dichtigkeitsprobleme- so aufwändig, dass sie von privater Seite kaum zu leisten ist und daher von staatlicher Seite organisiert werden muss. Vermutlich wird es der Menschheit nie gelingen, eines zu bauen.

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