Apps

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Feste Beziehung? Wär' ich schön blöd! Wo ich doch alle haben kann, die Trippa, Zika, Syphilis oder wie die alle heißen.“

~ Tinder-Nutzer Kevin K. über seine Lieblings-Apps


Appraumschiff.jpg

Da kommt etwas Gewaltiges auf uns zu

apps sind winzig kleine Display-Dekorationen mit vorgetäuschtem Helfer-Syndrom. Sie ermöglichen es dem Anwender zunächst, komplexe Aufgabenstellungen des Alltags – wie etwa das Ermitteln der aktuellen Uhrzeit oder einer bestimmten Himmelsrichtung – rasch und mühelos zu bewältigen. Weitere beliebte Tätigkeiten, die von den apps tatkräftig unterstützt werden, sind Murmelspielen, Zeitung lesen, im Telefonbuch nachschlagen und die nächstgelegene Tankstelle auffinden.

Auf Dauer aber entfalten die anfangs harmlos erscheinenden Helferlein ein gehöriges Apphängigkeitspotential und füttern obendrein riesige Datenkraken mit allen unappetitlichen Details aus dem erbärmlichen Konsumentenleben ihres Besessenen Besitzers – hinter dessen Rücken.

Da apps überwiegend aus dem anglo-amerikanischen Raum stammen, tragen sie in der Regel englische Namen und hören oft auch nur auf englische Anweisungen. Damit verschärfen sich durch apps die Denglisch-Debatte, der Generationenkonflikt und vieles andere mehr.

[Bearbeiten] Entdeckung und Begriffsbestimmung

Als Entdecker der ersten apps gilt die Crew der Enterprise. Als sie wieder mal inspirationslos durch die unendlichen Weiten des Weltraums schlingerte, geriet sie in ein gewaltiges Kraftfeld, das gerade dabei war, einen Kessel Buntes auszuspeien.

Folgendes Gespräch wurde damals (Sternzeit: 3475,61) im Logbuch der Enterprise protokolliert:

Kirk: "Spock, haben wir gerade den Anfang einer neuen Lebensform erlebt?"
Spock: "Ja, Käpt'n. Wir waren gerade Zeugen einer Geburt. Wahrscheinlich ein neuer Schritt in unserer Entwicklung."
Pille: "Ja, es ist schon lange her, dass ich bei einer Geburt dabei war und ich hoffe, wir haben dem Ding einen guten Start verschafft."
Spock: "Wieso wird jedes Objekt, dass wir nicht kennen, immer als Ding bezeichnet?" 
Kirk: "Weil, so ist das eben."

[Es entbrennt eine heftige und verwirrende Diskussion über die Namensnennung, an deren Ende sich die Teilnehmer auf die Bezeichnung apps einigen.]

Kirk: "Ich finde, wir haben ihm die Fähigkeit gegeben, einen eigenen Weg im Leben zu entdecken; 
aus unseren eigenen Schwächen heraus. ... und auch die Energie, über uns hinauszuwachsen."
Pille: "Und einen ganzen Haufen menschlicher Fehleinschätzungen. Nicht wahr, Mr. Spock?"
Spock: "Sehr richtig, Doktor. Unglücklicherweise wird es auch damit fertig werden müssen."

[Bearbeiten] Anzucht und Hege von apps

Obwohl apps unwahrscheinlich klein sind und fast nichts wiegen, müssen sie vom app-Laden, dem Cupertino State Penitentiary in Kalifornien, heruntergeladen werden, nachdem ein entsprechender Knebelvertrag geschlossen wurde. Das appladen geschieht auf Knopfdruck und kostet Zeit,[1] Geld[2] und Akkuladung.
Der app-Laden sichert sich mit seinem Knebelvertrag exklusive Rechte auf seine bereitgestellten apps. So unterziehen sich die apps von Zeit zu Zeit – in der Regel ein- bis x-mal täglich – einem Update, das heißt, sie und der Knebelvertrag werden ständig aktualisiert, was ebenfalls Zeit, Geld und Akkuladung kostet. Fühlen sich die apps unbeobachtet, verabreden sie sich und tauschen Daten (oder auch anderes Dinge) aus, was der apps-Besitzer aber nicht wissen soll bzw. will. Er kommt meistens trotzdem dahinter, weil es schließlich Zeit, Geld und Akkuladung kostet. Nur ist es dann schon zu spät, und viele peinliche Einzelheiten, kompromittierende Fotos, Filmchen und oder gar spezielle Vorlieben kursieren im weltweiten Netz und unter den missgünstigen Kollegen.

Smartphone-Besitzer, die sich mit reichlich apps ausgestattet haben, müssen ihr Ladekabel immer dabei haben oder einen kennen, der über eine kompatible Leitung verfügt, und sich ständig in dessen Nähe und in Reichweite einer Steckdose aufhalten. Das schränkt zwar den Aktionsradius im Real Life ziemlich ein, was sich aber durch die grandiosen virtuellen Möglichkeiten, die einem die kleinen bunten amigos bieten, leicht verschmerzen lässt.

[Bearbeiten] apps aus anderen Läden

apps werden auch von anderen Geschäften angeboten. Die dürfen aber nicht auf Geräte, für die ein Knebelvertrag mit dem app-Laden besteht. Obendrein sorgt der durchtriebene Vertreiber durch technische Barrieren und personelle Abschreckung für undurchlässige Grenzen, so dass fremde apps draußen bleiben müssen; vor allem apps mit nützlichen Anwendungen, unsittlichem Inhalt oder mexikanische apps sollen dem sauberen kalifornischen Display fernbleiben (mindestens eine Armlänge). Doch verschiedene Hacker-Kartelle hebeln die mühsam errichteten Hindernisse immer wieder aus, so dass sich vertragsbrüchige app-Laden-Kunden auch mit fremden jailbreak apps[3] eindecken können. jailbreak apps gibt es allerdings auch nicht für'n Appel und 'n Ei.

free apps gibt es gratis zu irgendwas dazu, doch "kostenlos" bedeutet in der Herstellersprache "nutzlos". Aus kostenlosen apps wird mit großem Sachaufwand der Nutzen herausfiltriert; viele dieser apps verzweifeln an dieser Situation und werden zu crack apps.

[Bearbeiten] Die beliebtesten apps im Überblick

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Wobei helfen uns apps?


1) time'n'date apps: Unentbehrlich, unumstritten, die klare Nummer 1 unter den standard apps. Neuentwicklungen berechnen zusätzlich die Sternzeit, für alle Fälle.

2) orientation apps: Ein Muss nicht nur für jeden Großstadtmenschen. Wo beginnt im Norden der Süden?

3) navigation apps: Wo ist der kürzeste Weg nach Hause, und wenn ich zuhause bin, wie finde ich zum Klo?

4) appdepp apps: Für Anwender, die zwar nicht wissen, wofür die apps zu gebrauchen sind, aber grundsätzlich alle downloaden, um nicht womöglich einen Trend zu verpassen.

5) explicit content apps: Für (Dauer-)Pubertierende zum Herumspielen; hierbei besteht die besondere Herausforderung darin, der elterlichen Kontrolle zu entkommen.

6) weekly weather forecast apps: Damit der Anwender rechtzeitig weiß, ob er noch Frostschutzmittel trinken oder schon UV-Filtertüten besorgen muss.

Delfter Kachel.JPG

Barocke Dating-App

dating apps wie tinder oder zewa, mit denen jeder von unterwegs oder zuhause aus eine eigene Casting-Show veranstalten kann. Durch Wegwischgesten nach rechts oder links werden Teilnehmer ausgewählt oder (bisher) kommentarlos abgelehnt. Wenn dem ausgewählten Teilnehmer der Anwender ebenfalls gefallen hat, ist das ein match. Nun können die match-Partner bei Bedarf eine Verbindung eingehen, für deren weiteren Verlauf die Anbieter dieser Kontakthof-Dienste aber keinerlei Garantien übernehmen.

ohne AppBildung:

  • activity pretending apps täuschen rege Netzwerktätigkeit vor, indem sie in unregelmäßigen Abständen (aber mindestens alle fünf Minuten) bei facebook, twitter und WhatsApp Beiträge einstellen, die der eingebaute Zufallsgenerator liefert. Dabei handelt es sich um banale Textnachrichten wie "Binde mir gerade die Schuhe zu, hab' dafür jetzt endlich die Anleitungs-App" und belanglose Bildchen, auf denen mehrheitlich Katzen gezeigt werden. Besonders Prominente nutzen solche apps, um Fans am aktuellen wilden Star-Dasein teilhaben zu lassen ("Bin gerade mit meinem bengalischen Tiger noch schnell beim Coiffeur, weil wir heute noch in die Karibik müssen"), während sie in Wirklichkeit einfach nur zuhause in Emsdetten auf der Couch vor der Glotze einschlafen.

[Bearbeiten] Weitere apps

Fliesenboden.JPG

Frühzeitliche stoned old apps

  • calculator apps
  • period tracker apps (Menstruationskalender)
  • anidiod apps (ähneln den appdepp apps)
  • homegrown apps (neigen zu Schimmelbefall)
  • hypochonder apps

[...]

Für alles, wofür es noch keine apps gibt, gilt weiterhin: Den Rest erledigt die Physik.

[Bearbeiten] Kleingedrucktes

Der sympathische Leser-Service der Uncyclopedia sorgt dafür, dass Kleingedrucktes hier vergrößert erscheint (wir haben da so magnifying glass apps für).

  1. Eigentlich kostet es nur Zeit, wenn der Knebelvertrag des app-Ladens tatsächlich komplett gelesen wird. Noch mehr Zeit kostet es, wenn man ihn nicht nur lesen, sondern auch verstehen will.
  2. Nicht nur die apps aus dem app-Laden kosten Geld – auch der Fachanwalt, der mit Hilfe von crap apps beauftragt wird und einem den Knebelvertrag erläutert.
  3. El Chapo kam damit spielend leicht aus dem Hochsicherheitsgefängnis, beging dann aber einen folgenschweren Fehler, als er sich bei tinder anmeldete: Ein match mit Sean Penn und das anschließende Rendevous mit dem zum Spion umgeschulten Madonna-Ex-Mann führte ihn wieder app in die fürsorglichen Arme von Vater Staat.
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