Abgasnorm

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„Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“

~ Helmut Kohl über Abgasnorm


„Finger im Po - Mexiko!“

~ Mickie Krause über die Einhaltung von Abgasnormen


„Abgas-Betrügerei täuscht ja nicht nur die Kunden. Sie führt auch zu deutlich schlechterer Luft.“

~ Maria Krautzberger über Abgasnorm und ihre kreative Umgehung durch deutsche, selbsternannte Premium-DreckschleuderAuto-Hersteller


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Moderne Kraftfahrzeuge erfüllen die strengsten Abgasnormen.

Eine Abgasnorm legt bei Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor Grenzwerte für deren Schadstoffausstoß fest, namentlich an heißer Luft, PR-Worthülsen und leeren Versprechungen. Sie unterteilen die Fahrzeuge dabei in Schadstoffklassen, die unter anderem der Arbeitsbeschaffung in der öffentlichen Verwaltung sowie zur Beruhigung des kollektiven Umweltgewissens dienen. Die Grenzwerte für die Abgasnormen unterliegen dabei einer zunehmenden Verschärfung und haben sich mittlerweile ein großes Terrain fernab der Realität gesichert.

[Bearbeiten] Hintergrund

Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung ist mit zunehmend strengeren Abgasnormen kein tatsächlicher Rückgang der Abgasemissionen verbunden. Tatsächlich existieren die Normen typischerweise nur auf den behördlich ausgestellten Fahrzeugpapieren. Der eigentliche Sinn und Zweck von Abgasnormen besteht vielmehr darin,

  • Umweltschützer und sonstige Baumschmuser kollektiv zu beruhigen, weil sich der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge trotz immer weiter steigender Motorleistung offiziell ständig verbessert,
  • den Verbraucher dazu zu animieren, für möglichst teures Geld immer wieder neue Autos (mit eben immer strengeren Abgasnormen) zu kaufen, obwohl es sein Gebrauchter aufgrund seines scheckheftgepflegten Garagenwagenzustands noch genauso täte,
  • die Preise für Neuwagen ständig zu erhöhen mit dem Argument, dass jede neue Schadstoffnorm den Einbau weiterer hochtechnisierter Fahrzeugkomponenten in erheblichem Umfang erfordere, obwohl jedesmal nur drei Byte in der Steuerelektronik umprogrammiert werden müssen,
  • mit Hilfe der Regierung Herstellern aus dem Ausland den Zugang zum Heimatmarkt zu erschweren, indem sie zur Verwendung neuer, von der heimischen Industrie entwickelten Fahrzeugtechnologien gezwungen werden, ohne jenen Anbietern dabei mitzuteilen, wie sie an diese Technologien überhaupt herankommen sollen.

Dementsprechend sind Schadstoffnormen vor allem in jenen Ländern anzutreffen, deren Bevölkerung so bekloppte Dinge tut wie an die Energiewende zu glauben (Deutschland) oder deren Autoindustrie unter normalen Bedingungen nicht einmal auf heimischem Boden konkurrenzfähig wäre (USA).

[Bearbeiten] Überwachung der Einhaltung

Zur Überwachung der Abgasnormen wurde seitens der Autoindustrie des Gesetzgebers darüber hinaus die Abgasuntersuchung eingeführt. Dabei wird der Halter eines Kraftfahrzeugs mit Verbrennungsmotor per Gesetz dazu verpflichtet, zusätzlich zur Hauptuntersuchung alle zwei Jahre bei der TÜV-Prüfstelle seines geringsten Missvertrauens vorstellig zu werden und sein Fahrzeug gegen Bezahlung auf die Einhaltung der entsprechenden Abgasnorm überprüfen zu lassen.

Zur Überprüfung der Abgasnorm wird das betreffende Fahrzeug auf einem extra für diesen Zweck und für teures Geld angefertigten, von der Autoindustrie hochamtlich zertifizierten computergestützten Prüfstand gestellt. Dort wird es bei laufendem Motor möglichst realitätsnah den typischen Bedingungen des Straßenverkehrs ausgesetzt. Dementsprechend befindet sich der Prüfstand stets in einem hermetisch abgeschlossene Raum, zu dem andere Verkehrsteilnehmer keinen Zutritt haben, der Motor ist bereits seit Stunden warmgefahren, und das Fahrzeug bewegt sich während der ganzen Zeit keinen Millimeter vor oder zurück. Ebenso werden zur Untersuchung der Abgase für jeden Motorentyp die für den Alltag typischen Betriebsdrehzahlen gewählt:

Motorkenndaten zur Überwachung von Abgasnormen
Motortyp typischer Betriebszustand im Alltag Bei der Abgasuntersuchung
Ottomotor möglichst weit hochdrehen Standgas auf maximal drei Zylindern
Dieselmotor niedrige Drehzahlen reichen
für genügend Drehmoment
Gaspedal am Bodenblech,
Begrenzer am Anschlag

Die eigentliche Durchführung einer Abgasuntersuchung geschieht nun auf diesem Prüfstand in einem skurril anmutenden Ritual, das passend zum Aktionsradius des Fahrzeugs treffenderweise auch „Fahrzyklus“ heißt:

  • Fahrzeug hinstellen und nicht bewegen
  • ein paar lustige Stecker ins Armaturenbrett stecken
  • Motor starten und zwei Stunden lang warmlaufen lassen
  • Kugelschreiber des TÜV-Prüfers von hinten in den A… Auspuff stecken
  • Drehzahl gemäß obiger Tabelle anpassen und dabei die Luft anhalten

Wenn der Kugelschreiber am hinteren Ende diese Prozedur überlebt hat, dann gilt die Abgasuntersuchung als bestanden.

[Bearbeiten] Abgase von VW

Zur Erleichterung der Prozedur sind moderne Kraftfahrzeuge mittlerweile werksseitig so ausgerüstet, dass sie den Betrieb auf einem Prüfstand automatisch erkennen und die Motorleistung dann selbsttätig auf die gewünschte Schadstoffnorm einstellen. Besonders der deutsche Volkswagen-Konzern gilt hier international als Vorreiter.

VW hat zwischenzeitlich angekündigt, seine Fahrzeuge in diesem Zusammenhang sogar noch weiter zu verbessern. So sollen in allen VW-Modellen zukünftig Klemmbrett- und Kittelsensoren installiert werden, um Fahrzeuginsassen auch während der Fahrt zuverlässig als Prüfpersonal identifizieren zu können. Auch soll die Motormanagement-Software in Zukunft die Logos aller gängigen Prüforganisationen erkennen können, so dass die Motorleistung schon bei bloßer Annäherung des Fahrzeugs an eine Prüfstelle auf die passende Abgasnorm gedrosselt wird. Mit der Umsetzung ist nach VW-Angaben bis Ende 2016 zu rechnen.[1]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Rückrufaktion: VW plant Einbau besserer Schummel-Software. Der Postillon, 07. Oktober 2015. Abgerufen am 08.10.2015.
Dieser Artikel ist Artikel der Woche 41/2015
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