12. Jahrhundert

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„800 Frauen hab' ich gehabt
900 mal mich mit jeder verkracht
1000 Rosen schenke ich dir
1100 Jahre lieb' ich dich!“

~ Schnulzensänger Walther von der Vogelweide über Jesus' 1100. Geburtstag am 25. Dezember 1100


Im Zwölften Jahrhundert war uns Mitteleuropäern - genau wie schon im 6., 7., 8. Jahrhundert usw. - noch nicht so viel vom Rest der Welt bekannt. Ihr Horizont reichte erst bis zum Papst nach Italien, später bis nach Jerusalem, der Heiligen Stadt in den Händen der Heiden. Dieser Artikel beschränkt sich daher weitestgehend auf die Geschehnisse, denen man auch den Namen „Meine Fürsten, der Papst und ich“ geben könnte. Der historisch korrekte Leser möge entschuldigen, dass sich die Fakten aufgrund der ungenauen Quellenlage nur schwer rekonstruieren lassen; außerdem wurden mehrere historische Persönlichkeiten zusammengefasst, um wenigstens ein bisschen Übersicht zu schaffen.

[Bearbeiten] Verlauf

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Friedrich von Sachsen, der vermutlich klügste Mensch seiner Zeit

  • 1122: Der deutsche König Heinrich V. kabbelt sich mit Friedrich von Sachsen, Heinrich dem Kurzen, Friedrich dem Bayern sowie Heinrich aus Köln um die Königsherrschaft. Da Friedrich von Sachsen an der Tuberkulose, Heinrich der Kurze bei einem Reitunfall und Friedrich der Bayer durch das Messer eines Strauchdiebes sterben, bleibt nur Heinrich aus Köln als Rivale übrig. Warum er den Kampf aufgibt und auf die adriatische Insel Krk zieht, wo er zwei Jahre später bei einer Orgie stirbt, ist bis heute unklar.
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Der Kaiser und seine Fürsten streiten sich mal wieder um die Weltherrschaft.

  • 1134: Papst Pius II. begeht mal wieder die Schusseligkeit, den ehrgeizigen Stadtregenten von Siena, Francesco XXXVII., zu brüskieren und so einen Krieg zu provozieren. Heinrich V. ist sofort zur zur Stelle, reist nach Rom und vertreibt Francesco. Beide Männer entdecken jedoch außerhalb der Stadtgrenzen ihre Gemeinsamkeiten (Weiber, Knaben, Pferderennen). Heinrich lässt sich von Pius mal wieder zum Kaiser krönen, streift noch drei Jahre plündernd durch Italien (wo er unter anderem das Steißbein der Maria Muttergottes und die Goldplombe von Balthasar dem Sterndeuter erbeutet) und kehrt dann - gemeinsam mit dem nun "Franz" genannten Sienaer König - in die deutschen Landen zurück.
  • 1140: Heinrich V. rutscht nach dem Baden aus, schlägt sich den Hinterkopf auf und stirbt. Das Volk will Franz I., Großherzog von Bayern und Franken sowie König von Siena, als Nachfolger, doch der macht sich aus dem Staub und eröffnet ein Kasino in Monaco. Heinrich VI., noch ungeboren, wird von den deutschen Fürsten zum König gewählt. Stellvertretend für ihn streitet sich seine Mutter Magdalena von Bastia mit dem Erzbischof von Mainz, dem neuen Großherzog von Bayern und Franken Franz-Josef I. sowie dem Bürgermeister von Wesel um die Vorherrschaft im Reich. Gerade als der neue Potentat geboren wird, liegt seine Mutter in den letzten blutigen Atemzügen, um sie herum der Erzbischof, der Großherzog und der Esel, alle mit aufgeschlitzter Kehle.
  • 1169: Alerich von Magdeburg, der langjährige pädophile Mentor Heinrichs VI., stirbt, nachdem er ein Saufgelage seines Schützlings beobachtet, bei dem, so ein nicht zeitgenössischer Chronist,
er seine königliche Laute einem byzantischen Weibe schenkte.
Jedenfalls muss Heinrich von nun an alleine regieren. Als erste Amtshandlung beschließt er ein gigantisches Ritterturnier zu veranstalten, bei dem der Gewinner seine 14-jährige Tochter schwängern darf. Leider stellt sich nach neun Monaten heraus, dass der Sieger ein schwuler Mönch ist, und er wird geköpft.
  • 1172: Der Rat der deutschen Fürsten (vergleichbar mit den Regionalprogrammen der ARD) beschließt die Absetzung des dekadenten Königs; der König beschließt zeitgleich die Absetzung der deutschen Fürsten. Da in Deutschland nun ein Patt vorherrscht, tut Heinrich, was erfolgreiche Herrscher in solchen Situationen tun: er verlässt das Land und geht auf einen Kreuzzug. Papst Sylvester XII. ist erbost, da der Deutsche nicht um seine Erlaubnis gefragt hat, und erklärt den "Zug gegen die Heiden" zu einer heidnischen Teufelei.
  • 1174: Die Krieger traumatisiert, die Weiber vergewaltigt, der König heulend, kommen die Kreuzritter aus dem Heiligen Land zurück. Dennoch hat Heinrich Glück, da sich die deutschen Fürsten während dessen Abwesenheit heillos zerstreiten und gegenseitig umbringen. Er kann also noch vier Jahre durch die Gegend ziehen, bevor er an einer Überdosis Honigmet an Weihnachten 1178 in Braunschweig stirbt. Dort steht heute auf einer Gedenktafel vor seinem Sarg:
Den Keuschesten unter den Reinen,
wie müssen wir ihn beweinen,
den, der die Heiden vertrieb,
mithilfe Gottes fürchterlichem Hieb.
  • 1183: ist Friedrich IV. König von Deutschland. Was in den fünf Jahren davor geschieht, ist unbekannt. Es wird aber nicht viel los gewesen sein, die Leute mussten arbeiten.
  • 1185: stirbt der zum Kaiser gekrönte Friedrich IV. nach zweijähriger, glorreicher Amtszeit, in der er Italien erobert, die Ostmark zum rechten Glauben bekehrt, einen Haushaltsüberschuss von 200.000 Dortmunder Goldtalern (bzw. 144.000 alemannischer Gulden) erwirtschaftet und Jerusalem den heidnischen Gotteskriegern Mohammeds entreißt.

Friedrichs Sohn, Friedrich V., startet als hoffnungsvoller Monarch, in seiner ebenfalls zwei Jahre dauernden Herrschaft verliert er jedoch Italien beim Pokern, versäuft den gesamten Staatsschatz und verscherbelt Jerusalem für 136 syrische Asse (oder 42 sizilianische Denare); den Kaisertitel „kann dieser teutsche Bastard sich sonstewo hinnestecken“, meint Papst Sylvester. Immerhin bleibt die Ostmark katholisch. Daraufhin wird Heinrich VII. Kaiser und regiert 80 Jahre; er gilt als einer der langweiligsten Monarchen aller Zeiten.

[Bearbeiten] Fazit

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Eine Errungenschaft des 12. Jahrhunderts: Dieses Bild von 1130 zeigt die ersten bekannten Dealer des Hochmittelalters. Damalige Ware: Honigmet-Extrakte.

Welche Lehren können wir heute aus den Geschehnissen des Zwölften Jahrhunderts ziehen? Kaum welche, schließlich wissen wir nichts über die Motive der Hauptakteure, und können sie auch nicht erahnen, da all die Ereignisse so blödsinnig anmuten wie eine Mitgliederjahreshauptversammlung des 1. FC Köln. Immerhin lässt sich sagen, dass man weder Bildung, noch Geist, noch Mut oder Gewissen braucht, um ein ordentlicher Herrscher zu werden, aber das wissen wir ja schon lange ...

[Bearbeiten] Trivia

  • Theodor Mommsens Lieblingsjahrhundert nach dem Fall des Weströmischen Reiches.
  • Metropolen wie Cottbus, Chemnitz (damals noch Karl-Marx-Stadt) und Aue wurden gegründet.
  • In diesem Jahrhundert gewann der FC Bayern München seine erste von bislang 229 Deutschen Meisterschaften. Ein gewisser Mete Serdar Çoban (Vorfahr von Gerd Müller) soll Torschützenkönig gewesen sein.
  • Ein paar pfiffige deutsche Kaufleute eröffneten 1157 in London den ersten europaweiten Supermarktdiscounter "EuroGilde" und verscherbelten unter der Marke "Kölsch" abgestandenes Waschwasser vom Rhein, sowie versalzte Bismarckheringe aus der Nordsee.

[Bearbeiten] Verfilmung

Roland Emmerich plant eine Verfilmung unter dem Titel „Da Twelth Century“. Der Film solle „irgendwie explodierende Innenstädte, amerikanische Wissenschaftler und böse Aliens“ enthalten, so der Regisseur, der ausgewählt wurde, weil er sich als Deutscher sehr gut mit der schwierigen historischen Materie auskennt; die Hauptrolle des Heinrich solle mit Angelina Jolie weiblich besetzt werden („um der Figur eine ganz neue Facette zu geben“). Die Dreharbeiten beginnen im Februar 2017 in Los Angeles, wo sich auch ein Großteil der Handlung abspielen wird.

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