Ökologisch abbaubarer Beutel aus Maisstärke

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Der ökologisch abbaubare Beutel aus Maisstärke ist eine Errungenschaft der ökologisch bewussten Gesellschaft, die den hart umkämpften Markt für Einkaufstüten grundlegend revolutioniert hat.

[Bearbeiten] Herstellung

Der ökologisch abbaubare, also kompostierbare Beutel wird aus einem Maisstärke-Granulat gewonnen, das von verarmten mexikanischen Tagelöhnern aus unterirdischen Maisminen geborgen wird. Die Maiskolben werden von veramten mexikanischen Kindern zerkaut, in einen riesigen Sammelbottich gespuckt und mit gepanschtem Tequila im Verhältnis 1:10 vermengt. Nach dem Trocknen wird das Granulat gewalzt und mithilfe einer Ökoschablone in Tütenform gebracht.

[Bearbeiten] Vorkommen

Wer stand noch nicht in einem der wie Pilze aus dem Boden schießenden Bioshops hinter einer aufgetakelten Ökoschickse und wartete darauf, dass die Verkäuferin im Jutepullover die Ökoschickse endlich abgefertigt hatte. War man dann endlich an der Reihe und verlangte nach vier Plastiktüten, um die sündhaft teuren Biogüter auch sicher nach Hause zu bringen, bekam man von der Verkäuferin einen scharfen Seitenblick zugeworfen und bekam zu hören: „Wir haben keine Plastiktüten, das ist unökologisch. Sie können aber gerne vier ökologisch abbaubare Tragebeutel aus Maismehlstärke haben und dazu auch noch kostenlos.“
Derart belehrt hellte sich das eigene ökologische Gewissen umgehend auf und man stieg daraufhin ohne Scham in seine spritfressende Dreckschleuder, hatte man doch durch die Verwendung der Maisstärkebeutel seinen täglichen Dienst an der Verhinderung der drohenden Klimakatastrophe bereits abgeleistet.

[Bearbeiten] Gegenanzeigen

Das Problem an den schmierigen Maismehlbeuteln, die im Sommer bei Hitze nach altem Popcorn müffeln, ist ihre mangelnde Reißfestigkeit. So hat schon so mancher Bioshopkunde auf dem Weg zu seinem Hybridauto die Hälfte seiner Bio-Lebensmittel im hiesigen Stadtpark verloren und sich mit den Tragehenkeln der Maismehlbeutel die Innenfläche seiner Finger und Hände verletzt. Abhilfe für dieses Problem kann eine Jutetasche bringen, in welche die Maismehlbeutel gelegt werden können.

[Bearbeiten] Recycling

Hat man die Maismehlbeutel zu Hause ausgepackt, kann man sie ohne schlechtes ökologisches Gewissen im ganz normalen Haus- oder Biomüll entsorgen oder an Personen spenden, die am Existenzminimum dahinvegetieren und sich aus den Maismehlbeuteln eine schmackhafte Hauptmahlzeit zubereiten können. Mit etwas Butter angebraten, werden aus den Beuteln krosse Maisgranulatchips, die - mit reichlich Aldiketchup aufgepeppt - einen kulinarischen Höhepunkt im Leben jedes Hartz IV-Empfängers darstellen.
Besonders waghalsige Öko-Aktivisten verwenden die benutzten Maisstärkebeutel auch gerne als gefühlsechtes aber wirkungsloses, da undichtes Präservativ, was zu einem sprunghaften Anstieg kleiner Öko-Aktivisten im letzten Jahrzehnt geführt hat. Andere grün angehauchte Lebenskünstler, die sich nur von Abfällen der Wegwerfgesellschaft ernähren und ihre Kleidung ausschließlich aus Altkleidercontainern beziehen, benutzen die gebrauchten Maisstärkebeutel auch gerne als modische Wintermütze oder Badekappe.

[Bearbeiten] Kompostierbarkeit

Werden die Maisstärkebeutel nicht als Nahrungsergänzungs- oder Verhütungsmittel recycelt, entfalten sie in Biotonnen und auf Abraumhalden ihre positive ökologische Wirkung. Milliarden kleiner Bakterien machen sich über das Maisstärke-Granulat her und zersetzen es in seine originären Bestandteile: Maiskolben und Tequila. Dabei werden hohe Mengen von CO2 aus der Luft gebunden, ein weiter positiver Aspekt bei der Bekämpfung der drohenden Klimakatastrophe.

[Bearbeiten] Siehe auch

Dieser Artikel ist Artikel der Woche 01/2010
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